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Morgen Abend Start für Klangprojekt - Vier kleine und leise Konzerte erwarten nach Kulturarena Publikum
Von OTZ-Redakteur Michael Groß Jena. Es wächst, grünt und blüht - geradezu wie in einem Treibhaus. Allerdings nicht mit Pflanzen, sondern mit Ideen für Kunstprojekte, mit Veranstaltungen, Ferientreffs oder auch privaten Feiern. Genauso haben sich das die Begründer des Glashaus-Vereins auch gewünscht, als sie im Juli des Vorjahres begannen, dem alten Glashaus im Paradies neues Leben einzuhauchen.

Neustes Produkt der Treibhaus-Ideen ist ein Klangprojekt. Das wird an diesem Donnerstagabend eröffnet und lädt dann bis zum Sonntagabend stets ab 22 Uhr zu kleinen Konzerten vors Glashaus ein. Das Glashaus selbst wird dann ausschließlich Künstlern vorbehalten sein. Die nehmen in dem Glashaus Platz und produzieren Klänge, die wiederum über allerlei Schläuche und Kabel in fünf Riesentrichter geleitet werden. Diese alten Grammophonen ähnliche Trichter aus Aluminium sind an verschiedenen Stellen außerhalb des Glashauses angebracht. Das Publikum ist eingeladen, von Trichter zu Trichter zu wandeln und zu lauschen, was gerade aus den Röhren ertönt. Jeder Trichter werde individuell bespielt, kündigen die Schöpfer des Klangprojekts an. Bei denen handelt es sich um den Grafiker Ekkehard Engelmann sowie Felix Ruffert und Christiane Wedel von der AG Tiefseh aus Weimar. Die drei Künstler haben mit Unterstützung des Kulturarena-Teams, Sponsoren und weiteren Künstlern das Projekt "Treibhaus - Kulturen des Sendens und Empfangens" auf die Beine gestellt.

Los geht es am Donnerstag um 22 Uhr. Dann soll das Glashaus zur experimentellen Radiostation werden. Dafür sorgen Michael von Hintzenstern mit Harmonium und einem alten Röhrenradio sowie Daniel Hoffmann mit Trompete, Flügelhorn und Röhrenradio. Während des Abends ist sogar eine Liveschaltung nach New York geplant.

Ein audiophones Videoprojekt ist am Freitag angekündigt und am Samstagsabend "minimalistische Eiswüstenelektronik" mit melancholischem Klavier und Gesang, wobei der Schlussakt aus Mozarts Oper "Die Zauberflöte" eine besondere Rolle spielen soll. Zum Abschluss gibt es dann am Sonntagabend ein Klangexperiment mit dem Filmmusiker Tom Mehlhorn.

Die Klangabende verstehen sich als eine zusätzliche Bereicherung der Kulturarena, wie Arena-Chefin Heike Faude meint: "Nach den vielleicht manchmal lauten Konzerten der Kulturarena kann man hier im Paradies leisen Tönen zuhören."

Man kann aber bereits um 18 Uhr am Glashaus erscheinen. Dann ist von Donnerstag bis Sonntag Hörspielzeit. "Mitte Nacht ist neuer Tag" von Claudia Solle und Marco Seeling und "Das Meer ruft - zwei wahre Hörgeschichten" von Claudia Hauboldt werden geboten. Alle Veranstaltungen sind eintrittsfrei.

Die ungewöhnlichen Trichter sind übrigens bis zu vier Meter lang und im Durchmesser bis zu 1,50 Meter breit. Gefertigt wurden sie nach den Wünschen der Künstler in der Weimarer Firma Lindab, die ansonsten Belüftungsanlagen herstellt und zu den Sponsoren gehört.

 
 
 
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